Projekt Details
Projekt

Kunde:
Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen e.V.
Branche:
Kultur- und Kreativwirtschaft
Credits:
Bilder: Thomas Rathgeb, Johannes Hauf, pexels.com; unsplash.com (ekaterina-bolovtsova, anete-lusina)
Sonderausstellung „Fast protestantisch“
Veranstalter:
Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen
Idee und Gestaltung: Thomas Rathgeb
Text und Redaktion: Dr. Michael Hoffmann, Matthias Steuer, Thomas Rathgeb, Christoph Remmele
Datenaufbearbeitung: Johannes Hauf
Grafische Gestaltung, Layout und Satz: Katrin Hauf
Geschichte sichtbar machen
Wie lassen sich historische Ereignisse so inszenieren, dass sie für heutige Besucher*innen verständlich, greifbar und zugleich emotional erfahrbar werden?
Gemeinsam mit dem Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen e.V. und dem Stadtarchiv Ellwangen, hat ars navigandi das grafische Ausstellungskonzept für die Sonderausstellung „Fast protestantisch“ entwickelt. Die Ausstellung wird ab dem 30. Mai 2025 im Schlossmuseum Ellwangen gezeigt und widmet sich den Geschehnissen rund um den Bauernkrieg von 1525.







Gefördert durch:
Historischer Kontext
Im Frühjahr 1525 war auch Ellwangen für kurze Zeit protestantisch. Im Zentrum standen die Zwölf Artikel, die Freiheitsrechte und Mitbestimmung der einfachen Leute einforderten. Die Ausstellung zeigt Originalschriften von Martin Luther und anderen Reformatoren, die Rolle des Buchdrucks als neues Medium und Objekte bäuerlichen Lebens. Waffen, Geräte und zeitgenössische Schriften beleuchten den Bauernkrieg als sozialen und religiösen Wendepunkt.

Tradition trifft modernes Ausstellungskonzept
Die Aufgabe: Ein komplexes Thema in acht Ausstellungstafeln sowie flankierenden Medien so zu verdichten, dass Besucher*innen einen roten Faden erkennen und dabei Raum für Reflexion bleibt. Gleichzeitig galt es, historische Quellen – insbesondere empfindliche Drucke – lichtschonend zu präsentieren.
Gestaltungsprinzipien:
- Key-Visual: Das historische Siegel des Ellwanger Haufens wurde als prägnantes Signet eingesetzt.
- Farbwelt: Beige, Hellbeige und Braun als Grundstimmung, kombiniert mit Rot für Headlines und Dunkelblau für Lesetexte.
- Typografie & Lesbarkeit: klare Struktur, zeitgemäß, zugleich in Anlehnung an den historischen Duktus.
- Illustrationen: An Holzschnitte erinnernde, modern interpretierte Illustrationen schaffen die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
- Raumgestaltung: Verdunkeln der Fenster durch bedruckte Vorhänge, um die empfindlichen Drucke zu schützen und eine zurückhaltende Lichtstimmung zu erzeugen.







Sichtbarkeit schaffen
Zur Bewerbung der Ausstellung wurden verschiedene Medien entwickelt, die den Wiedererkennungswert sichern und das Key-Visual konsequent präsentieren:
- Fahne mit dem Key-Visual
- Zwei Flaggen vor dem Eingang des Schlossmuseums
- Roll-up für Ankündigungen
- Plakate und Postkarten
- Integration in das Jahresprogramm des Geschichts- und Altertumsvereins
So entsteht ein konsistentes Erscheinungsbild – vor Ort, im Stadtraum und in der Kommunikation.










Mit der Gestaltung des Ausstellungskonzepts und der begleitenden Medien gelingt es, die Themen des Bauernkriegs und der Reformation in Ellwangen sichtbar zu machen. Besucher*innen erleben Geschichte nicht nur als Abfolge von Daten, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit Fragen nach Freiheit, Mitbestimmung und gesellschaftlichem Wandel.





